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Grammatik und Rechtschreibung

das oder dass

„Das“ kann ein Artikel oder Pronomen sein. „Dass“ ist eine Konjunktion, die einen Nebensatz einleitet. Mit einer kurzen Ersatzprobe kannst du die beiden Schreibweisen meistens zuverlässig unterscheiden. Das Komma allein sagt dir noch nicht, welche Form richtig ist. [1] [2]

Bist du bei das und dass noch unsicher?

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Die Ersatzprobe: dieses, jenes oder welches

Kannst du das fragliche Wort sinnvoll durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen, schreibst du „das“. Probiere die Ersatzwörter passend zum Satz aus, nicht alle zugleich. „Das Buch ist neu“ wird beispielsweise zu „Dieses Buch ist neu“, ohne dass sich die gemeinte Sache wesentlich verändert.

Passt keine dieser Ersetzungen, prüfe, ob das Wort eine weitere Aussage einleitet: „Ich hoffe, dass du kommst.“ Hier folgt der Inhalt des Hoffens. Dafür brauchst du „dass“. Ein erfolgloser Ersatzversuch allein genügt aber nicht. Lies immer den ganzen Satz und prüfe, welche Aufgabe das Wort übernimmt.

Das als Artikel oder Pronomen

Ein Nomen bezeichnet eine Person, Sache oder einen Begriff. Ein Artikel begleitet dieses Nomen: „Das Buch ist neu“ wird zu „Dieses Buch ist neu“. Ein Pronomen steht dagegen für etwas oder verweist darauf. Als Demonstrativpronomen zeigt „das“ auf eine gemeinte Sache: „Das gefällt mir“ lässt sich durch „Dies gefällt mir“ prüfen.

Ein Relativpronomen leitet zusätzliche Angaben zu einem bereits genannten Nomen ein: „Das Buch, das ich lese, ist spannend.“ Das zweite „das“ bezieht sich auf „Buch“ und lässt sich durch „welches“ ersetzen. So erkennst du die gemeinsame Schreibweise trotz verschiedener Aufgaben der beiden Wörter.

Dass als Konjunktion

Eine Konjunktion ist ein Bindewort. „Dass“ verbindet einen weiteren Satz mit einer Aussage über Hoffen, Wissen oder Behaupten. Dieser weitere Satz erklärt deren Inhalt, deshalb nennt man ihn Inhaltssatz. In „Ich hoffe, dass du kommst“ sagt der Teil nach „dass“, was gehofft wird.

„Dass“ verweist dabei nicht wie ein Pronomen auf einen Gegenstand. „Welches du kommst“ ergibt deshalb keinen sinnvollen Satz. Das Wort verbindet die Aussagen, während „du“ die handelnde Person und „kommst“ die Handlung nennt. Die Ersatzprobe und der Satzbau sprechen hier gemeinsam für „dass“.

Warum nach einem Komma auch das stehen kann

Sowohl Relativsätze mit „das“ als auch Inhaltssätze mit „dass“ werden mit Kommas abgegrenzt. Du entscheidest daher nach der Funktion und der Ersatzprobe. In „Ich weiß, dass das Buch teuer ist“ stehen beide Wörter richtig nebeneinander: erst die Konjunktion, dann der Artikel.

Das Komma beantwortet die Frage nach der Satzgrenze, die Schreibweise dagegen die Frage nach der Wortfunktion. Diese beiden Entscheidungen gehören zusammen, sind aber nicht identisch. Prüfe auch mehrere Vorkommen einzeln, denn direkt benachbarte Wörter können ganz unterschiedliche Aufgaben im selben Satz haben.

Häufige Verwechslungen bei „das“ und „dass“

Lies den Satz nach der Ersatzprobe noch einmal vollständig, damit du keine unpassende Umformulierung akzeptierst. Suche bei „das“ nach dem begleiteten Nomen oder der Sache, auf die es verweist. Suche bei „dass“ nach der Aussage, deren Inhalt durch den anschließenden Nebensatz ergänzt wird.

  • „Nach Komma immer dass“ merken: Das ist falsch: „Das Buch, das ich lese, ist spannend.“ Hier verweist das Relativpronomen „das“ auf das Buch und lässt sich durch „welches“ ersetzen.
  • Nur ein Ersatzwort ausprobieren: Beim Artikel passt eher „dieses“, beim Relativpronomen eher „welches“. Eine unpassende Ersatzform allein ist deshalb noch kein Beweis für „dass“.
  • Alle Vorkommen gleich behandeln: In „Ich weiß, dass das stimmt“ sind beide Schreibweisen nötig. „Dass“ leitet den Inhaltssatz ein, „das“ verweist auf die gemeinte Sache.
  • Die alte Schreibweise verwenden: „Daß“ gehört nicht zur aktuellen Standardrechtschreibung. Merke dir die Funktion: „das“ verweist oder begleitet, „dass“ verbindet einen Inhaltssatz.
Selbsttest: das oder dass?LösungKontrollgedanke
„Ich hoffe, ___ du morgen kommst.“dassKeine Ersatzprobe passt. Der Nebensatz nennt, was ich hoffe.
„Das Buch, ___ du liest, gehört mir.“das„Welches“ passt. Der Relativsatz beschreibt das Buch.
„___ neue Buch gefällt mir.“Das„Dieses neue Buch“ passt. Das Wort steht als Artikel vor dem Nomen.
„Ich weiß, ___ ___ schwierig ist.“dass dasErst die Verbindung zum Nebensatz, dann der Verweis auf etwas: „dass dieses schwierig ist“.
So nutzt du den Selbsttest
Decke zunächst die Lösungs- und Begründungsspalte ab. Entscheide selbst und erkläre deinen Grund. Vergleiche danach: Ein richtiges Ergebnis zählt besonders, wenn du auch die passende Regel nennen kannst.
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Aufgabe 1 von 3: Wähle eine Antwort aus und klicke dann auf Überprüfen.

Welche Form passt in „Ich glaube, … es regnet“?

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Die Kommasetzung erklärt, wo Relativ- und Inhaltssätze beginnen und enden. Beim Inhaltsangabe schreiben nutzt du solche Sätze, um Handlungsschritte knapp zu verbinden. In der Gedichtanalyse helfen sie dir außerdem, Beobachtungen und Deutungen verständlich auszudrücken.

Häufige Fragen: das oder dass

Kurze Antworten auf häufige Fragen aus dem Unterricht.

Nein. Ein Relativsatz kann mit das beginnen. Entscheidend ist die Funktion des Wortes.

Nein. Eines muss in der passenden grammatischen Funktion sinnvoll sein. Bei einem Relativpronomen passt häufig welches.

Ja: „Dass du kommst, freut mich.“ Der vorangestellte Nebensatz wird danach mit Komma abgegrenzt.

Ja, etwa in „Ich hoffe, dass das klappt“. Die Konjunktion und das Pronomen haben unterschiedliche Aufgaben.

In der heutigen Standardrechtschreibung lautet die Konjunktion dass. In historischen Originalzitaten kann die alte Schreibweise stehen bleiben.

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Quellen

  1. Rat für deutsche Rechtschreibung: Amtliches Regelwerk 2024, zuletzt abgerufen am 8. Oktober 2026.
  2. Duden: Komma, zuletzt abgerufen am 8. Oktober 2026.

Redaktionell erstellt von der AvisQnect-Redaktion. Zuletzt redaktionell geprüft und aktualisiert am 8. Oktober 2026.