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Mechanik

Energieerhaltungssatz

Energie kann übertragen und in andere Formen umgewandelt werden. In einem abgeschlossenen System bleibt ihre Gesamtmenge erhalten. Das bedeutet nicht, dass die mechanische Energie immer gleich bleibt: Reibung kann sie in innere Energie umwandeln. Für Aufgaben brauchst du deshalb eine klare Systemgrenze und die passenden Energieformen. [1] [2]

Welche Energieform brauchst du für die Aufgabe?

Ein Physik-Tutor übt mit dir Energiebilanzen, Arbeit und Leistung und erklärt, wie du Reibung berücksichtigst.

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Energie und Arbeit: Speicher und Übertragung

Für eine Energieberechnung legst du zuerst das System fest: die Körper, die du gemeinsam betrachtest, beispielsweise einen Ball und die Erde. Energie ist eine physikalische Größe, die in unterschiedlichen Formen gespeichert sein kann, etwa durch Bewegung oder durch die Lage eines Körpers. Ihre Einheit ist Joule. Zur inneren Energie gehört unter anderem die ungeordnete Bewegung der Teilchen eines Stoffes.

Arbeit ist eine Übertragung von Energie durch Kräfte entlang eines Weges und wird ebenfalls in Joule gemessen. Sie ist keine weitere gespeicherte Energieform. Eine Kraft allein ist noch keine mechanische Arbeit: Wer einen Gegenstand nur hält, verschiebt ihn nicht und verrichtet an ihm keine mechanische Arbeit. Die Muskeln benötigen trotzdem Energie.

Mechanische Arbeit berechnen

Bei konstanter Kraft in Bewegungsrichtung ist Arbeit das Produkt aus Kraft und Weg. Wirkt die Kraft schräg, zählt nur ihr Anteil in Bewegungsrichtung. Senkrecht zum Weg wirkende Kraft verrichtet keine Arbeit. Eine gegen die Bewegung gerichtete Kraft verrichtet negative Arbeit am Körper.

Der Winkel beschreibt den Zusammenhang zwischen Kraftrichtung und Bewegungsrichtung. Nur der in Bewegungsrichtung zeigende Kraftanteil verändert auf diesem Weg die Energie des Körpers. Beim gleichförmigen Hochheben leistest du positive Arbeit, die sich als Zunahme der Lageenergie des Systems aus Körper und Erde wiederfindet.

Kinetische Energie: Bewegung

Kinetische Energie bedeutet Bewegungsenergie. Sie hängt von der Masse m und der Geschwindigkeit v ab. In die Formel setzt du die Masse in Kilogramm und die Geschwindigkeit in Metern pro Sekunde ein. Quadriere die Geschwindigkeit und multipliziere danach mit der Masse und dem Faktor ein Halb.

Bei gleicher Geschwindigkeit hat ein doppelt so schwerer Körper doppelt so viel Bewegungsenergie. Die Geschwindigkeit geht dagegen als Quadrat ein: Eine Verdopplung vervierfacht die Energie. Deshalb wächst bei gleicher Bremskraft auch der Bremsweg besonders stark, wenn ein Fahrzeug schneller fährt.

Ein Körper mit einer Masse von 2 kg bewegt sich mit 3 m/s. Wie groß ist seine Bewegungsenergie?

Setze die Masse in Kilogramm und die Geschwindigkeit in Metern pro Sekunde ein. Quadriere zuerst die Geschwindigkeit: Aus 3 wird 9. Multipliziere danach mit der Masse und mit dem Faktor ein Halb.

Der Körper besitzt 9 J Bewegungsenergie.

Potentielle Energie: Lage im Schwerefeld

Potentielle Energie ist Energie aufgrund der Lage in einem System. Hier betrachten wir die Lageenergie eines Körpers im Schwerefeld der Erde. Wähle zuerst ein Nullniveau, also eine Bezugshöhe wie den Boden oder die Tischplatte. Die Höhe h beschreibt dann den Abstand darüber. Nahe der Erdoberfläche berechnest du die Lageenergie mit Masse m, Erdbeschleunigung g und dieser Höhe.

Die Erdbeschleunigung g beträgt ungefähr 9,81 m/s². Verwende stattdessen einen gerundeten Wert, wenn die Aufgabe ihn vorgibt. Das Nullniveau kannst du passend wählen. Dadurch ändern sich die angegebenen Lageenergien, aber nicht die Energieänderung beim Übergang von einer Höhe zur anderen. Entscheidend ist der Höhenunterschied.

Ein Körper mit 2 kg Masse befindet sich 5 m über dem Boden. Der Boden ist das Nullniveau und g beträgt 9,81 m/s². Wie groß ist die Lageenergie?

Die Höhe wird gegenüber dem gewählten Boden gemessen. Multipliziere die Masse mit der Erdbeschleunigung und dieser Höhe. Es kommt nicht darauf an, wie breit oder lang der Gegenstand ist.

Der Körper besitzt gegenüber dem Boden 98,1 J Lageenergie.

Spannenergie und elastische Verformungsenergie

Eine gedehnte oder zusammengedrückte Feder speichert Spannenergie. Ihre Auslenkung s ist die Änderung der Länge gegenüber dem entspannten Zustand. Die Federkonstante D beschreibt, wie viel zusätzliche Kraft für eine zusätzliche Dehnung nötig ist. Bei einer linearen Feder steigt die Kraft proportional zur Auslenkung. Das ist das Hookesche Gesetz.

Für eine solche Feder gilt die gezeigte Energieformel. Der Faktor ein Halb berücksichtigt, dass die Kraft beim Spannen von null bis zum Endwert anwächst. Elastische Verformungsenergie und Spannenergie bezeichnen hier dieselbe gespeicherte Energie. Zähle sie nicht doppelt. Die Formel gilt nur, solange die Feder linear und elastisch reagiert.

Eine lineare Feder mit der Federkonstante 200 N/m wird um 10 cm gedehnt. Wie viel Spannenergie speichert sie?

Wandle die Dehnung zuerst in Meter um: 10 cm sind 0,10 m. Quadriere diesen Wert und multipliziere mit der Federkonstante und dem Faktor ein Halb. Der Faktor berücksichtigt, dass die Kraft beim Dehnen allmählich zunimmt.

Die gedehnte Feder speichert 1 J Spannenergie. Das gilt hier für eine elastische, lineare Feder.

Was ist bei bleibender Verformung anders?

Elastisch bedeutet: Nach der Entlastung kehrt ein Körper in seine ursprüngliche Form zurück. Plastisch bedeutet dagegen, dass eine Verformung bleibt, etwa bei Knetmasse oder einem verbeulten Autoteil. In diesem Fall ist nicht die gesamte zugeführte Arbeit als rückgewinnbare Federenergie gespeichert.

Ein Teil der Energie geht in innere Energie und bleibende Strukturänderungen. Es gibt deshalb keine universelle zusätzliche Formel für jede Art von „Verformungsenergie“. Allgemein entspricht die Verformungsarbeit der Fläche unter einer Kraft-Weg-Kurve. Das Integral in der Formel ist die mathematische Schreibweise für diese Fläche, wenn die Kraft entlang des Weges unterschiedlich groß ist.

Reibung und thermische Energie

Innere Energie umfasst unter anderem die ungeordnete Bewegung und die Wechselwirkungen der Teilchen eines Stoffes. Reibung kann mechanische Energie in diese innere Energie umwandeln, wodurch Körper und Umgebung wärmer werden. Diesen Vorgang nennt man Dissipation. Bei konstanter Gleitreibung ist die umgewandelte mechanische Energie Reibungskraft mal Reibungsweg.

Wärme Q bezeichnet eine Energieübertragung aufgrund eines Temperaturunterschieds. Wenn sich dabei nur die Temperatur ändert und der Stoff beispielsweise nicht schmilzt, kannst du die zweite Formel verwenden. Die spezifische Wärmekapazität c sagt, wie viel Energie ein Kilogramm des Stoffes für eine Erwärmung um ein Kelvin benötigt. Ein Temperaturunterschied von einem Kelvin ist genauso groß wie einer von einem Grad Celsius.

Leistung: Wie schnell wird Energie übertragen?

Leistung ist Energieübertragung pro Zeit. Ein Motor mit 100 Watt überträgt 100 Joule pro Sekunde. Einheiten: Energie und Arbeit in Joule, Leistung in Watt, Zeit in Sekunden. Eine größere Leistung bedeutet nicht automatisch eine größere insgesamt übertragene Energie, dafür ist auch die Dauer entscheidend.

Zwei Maschinen können dieselbe Arbeit verrichten und trotzdem unterschiedliche Leistungen haben. Hebt die eine denselben Gegenstand in halb so viel Zeit hoch, ist ihre durchschnittliche Leistung doppelt so groß. Die Leistungsformel mit einer gesamten Zeitspanne beschreibt einen Durchschnitt, während die Leistung während des Ablaufs auch schwanken kann.

Eine Energiebilanz aufstellen

Eine Energiebilanz vergleicht die Energie am Anfang und am Ende eines Vorgangs. Lege dafür fest, welche Körper zu deinem System gehören und ob Energie über seine Grenze übertragen wird. Ein energetisch abgeschlossenes System gibt keine Energie nach außen ab und nimmt keine von außen auf. Seine Gesamtenergie bleibt gleich.

Die mechanischen Energieformen sind hier Bewegungs-, Lage- und Spannenergie. Ihre Summe bleibt nur dann allein konstant, wenn etwa Reibung und andere Energieübertragungen keine Rolle spielen. Bei Reibung gehört die Zunahme der inneren Energie mit in die Bilanz. Führt eine Batterie oder eine äußere Kraft Energie zu, musst du auch diese Zufuhr berücksichtigen.

Gesamtenergie: jeweils 100 J im Beispiel

Vorher: Lageenergie

100 J

Nachher ohne Reibung: Bewegungsenergie

100 J

Nachher mit Reibung

70 J: Bewegungsenergie
30 J: Innere Energie
Ohne Reibung wird Lageenergie zu Bewegungsenergie. Mit Reibung entsteht zusätzlich innere Energie, die Gesamtenergie bleibt erhalten.

Beispiel: Fall aus einer bestimmten Höhe

Ein Körper fällt aus der Ruhe 5 m bis zum Boden. In diesem vereinfachten Modell gibt es keinen Luftwiderstand und wir rechnen mit g = 10 m/s². Gesucht ist seine Geschwindigkeit kurz vor dem Auftreffen.

Zu Beginn ist die Energie als Lageenergie gespeichert, am Boden als Bewegungsenergie. Setze beide Energien gleich. Die Masse steht auf beiden Seiten als Faktor und lässt sich kürzen. Löse anschließend nach der Geschwindigkeit auf und setze Höhe sowie Erdbeschleunigung ein.

Die Ausgangsbedingung „aus Ruhe“ bedeutet, dass anfangs keine Bewegungsenergie vorhanden ist. Beim Fallen sinkt die Höhe, und die verlorene Lageenergie taucht als zunehmende Bewegungsenergie auf. Ohne Luftwiderstand hängt die erreichte Geschwindigkeit deshalb nur vom Höhenunterschied ab, nicht von der Masse des fallenden Körpers.

Kurz vor dem Auftreffen beträgt die Geschwindigkeit 10 m/s. Das entspricht 36 km/h. Die Antwort gilt für das Modell ohne Luftwiderstand.

Beispiel: Bremsen durch Reibung

Ein Körper mit 2 kg Masse gleitet anfangs mit 4 m/s auf einer waagerechten Fläche. Eine konstante Reibungskraft von 4 N bremst ihn. Nach welcher Strecke steht er still?

Berechne zuerst die anfängliche Bewegungsenergie. Bis zum Stillstand entzieht die Reibung dem Körper genau diese Energie. Bei konstanter Reibungskraft ist der Betrag der Reibungsarbeit Kraft mal Weg. Teile deshalb die anfängliche Energie durch die Reibungskraft, um den Weg zu finden.

Weil die Bewegung waagerecht ist, ändert sich in diesem Beispiel die Lageenergie nicht. Die negative Arbeit der Reibung entzieht dem Körper genau seine anfängliche Bewegungsenergie. Betrachtest du zusätzlich die Fläche, erscheint diese Energie als Zunahme der inneren Energie, sodass die Gesamtbilanz erhalten bleibt.

Der Körper kommt nach 4 m zum Stillstand. Seine anfänglichen 16 J Bewegungsenergie sind dabei überwiegend in innere Energie von Körper und Fläche umgewandelt worden.

Worauf du bei Energiebilanzen achten solltest

Schreibe zuerst auf, welche Energieformen am Anfang und am Ende tatsächlich vorhanden sind. Gleiche Symbole mit gleicher Bedeutung verwendest du in derselben Einheit und relativ zu demselben Bezugspunkt. Diese Vorarbeit ist zuverlässiger als sofort eine vertraute Formel einzusetzen, die vielleicht nur einen Teil des Vorgangs beschreibt.

  • Watt und Joule verwechseln: Joule beschreibt eine Energiemenge oder Arbeit. Watt beschreibt die Leistung, also Energie pro Zeit. Beide Größen beantworten unterschiedliche Fragen.
  • Einheiten nicht umrechnen: Setze Höhen in Metern und Geschwindigkeiten in Metern pro Sekunde ein: 36 km/h sind 10 m/s. Ein falscher Geschwindigkeitswert wirkt sich besonders stark aus, weil er quadriert wird.
  • Dieselbe Energie doppelt zählen: Spannenergie und elastische Verformungsenergie einer Feder benennen dieselbe Speicherung. Addiere sie nicht als zwei getrennte Energieformen.
  • Reibung aus der Bilanz streichen: Mit Reibung bleibt die mechanische Energie allein nicht erhalten. Berücksichtige die Zunahme der inneren Energie der beteiligten Körper und ihrer Umgebung.
  • Die Bezugshöhe wechseln: Verwende für Anfang und Ende dasselbe Nullniveau. Sonst vergleichst du Lageenergien, die von unterschiedlichen Bezugspunkten aus berechnet wurden.
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Energie mit Kraft, Bewegung und Strom verbinden

Nutze die benötigten Größen aus der Mechanik und erkenne Energieumwandlungen im Stromkreis.

Für mechanische Arbeit brauchst du eine Kraft, deren Berechnung du in Kräfte berechnen vertiefen kannst. Wie du den Wert für die Bewegungsenergie bestimmst und Einheiten umrechnest, zeigt Geschwindigkeit und Beschleunigung. Im Artikel Ohmsches Gesetz erkennst du anschließend, wie elektrische Größen mit einem Bauteil zusammenhängen, das Energie in Wärme überträgt.

Häufige Fragen: Energieerhaltungssatz

Kurze Antworten auf häufige Fragen aus dem Unterricht.

Mechanische Energie nimmt ab, die Gesamtenergie nicht. Im erweiterten System steigt vor allem die innere Energie von Körpern und Umgebung.

Bei elastischer Verformung meinen sie häufig dieselbe gespeicherte Energie. Bleibende Verformung kann zusätzlich innere Energie und Strukturänderungen verursachen.

Energie ist eine Menge in Joule. Leistung beschreibt die Energieübertragung pro Zeit und wird in Watt gemessen.

Lageenergie wird relativ zu einer Bezugshöhe angegeben. Für eine Energiebilanz zählt die Änderung, solange du den Bezug unverändert verwendest.

Wenn keine anderen relevanten Energieformen oder Übertragungen beteiligt sind, beispielsweise im vereinfachten freien Fall ohne Luftwiderstand. Ein vorhandener Anfangsschwung muss zusätzlich berücksichtigt werden.

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Quellen

  1. LEIFIphysik: Energieerhaltung, zuletzt abgerufen am 8. Oktober 2026.
  2. LEIFIphysik: Spannenergie, zuletzt abgerufen am 8. Oktober 2026.
  3. LEIFIphysik: Die physikalische Arbeit, zuletzt abgerufen am 8. Oktober 2026.
  4. OpenStax: Heat transfer, specific heat, and calorimetry, zuletzt abgerufen am 8. Oktober 2026.
  5. LEIFIphysik: Energieerhaltung, zuletzt abgerufen am 8. Oktober 2026.

Redaktionell erstellt von der AvisQnect-Redaktion. Zuletzt redaktionell geprüft und aktualisiert am 8. Oktober 2026.